Die OASE als Fata Morgana

Ein Tunnel (Westumfahrung Baden), eine Limmattalbahn über die Hochbrücke ohne Autoverkehr, eine neue Limmatüberquerung und ein Quantensprung im Veloverkehr sollten in der OASE die Lösung aller Verkehrsprobleme in der Region sein. Nun versinken die einzelnen Teile im Treibsand: Neuenhof will die Limmattalbahn nicht. Wettingen will sie schon, aber keine neue Liebenfels-Brücke und keine Umnutzung der Hochbrücke. Baden ist der gleichen Meinung. Beide wollen den Tunnel, aber nur, wenn sichergestellt ist, dass die A1 den Verkehr in Neuenhof auch aufnehmen kann. Das Siggenthal will den Tunnel natürlich nicht, weil er Mehrverkehr in unerträglichem Masse erzeugt. Wer blickt da noch durch? Eines ist sicher, wenn Baden und Wettingen die neue Brücke und die Umnutzung der Hochbrücke nicht wollen, dann werden diese auch nicht realisiert. Und das bringt den Kanton in grosse Schwierigkeiten: Für die Limmattalbahn fehlen belastbare Entscheidungsgrundlagen. Die Kapazität der A1-Auffahrt in Neuenhof ist nicht untersucht worden. Das Velokonzept ist ohne Finanzierung. Und auch der Tunnel ist dann ohne verkehrstechnische und wirtschaftliche Alimentierung. Alle bisherigen Untersuchungen der verschiedenen OASE-Varianten wurden immer unter der strikten Vorbedingung einer Umnutzung der Hochbrücke und des Neubaus der Brücke Liebenfels gemacht. Quo Vadis OASE?

Hermann Merwar, IG OASE So Nicht, Obersiggenthal

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.