IG OASE Untersiggenthal

OASE – bitte nachbessern!


Peter Schiess, Pascal Rudolf, Beat Becker, Kim Schweri, David Litschig, Jeannine Grob, Urs Schneider, Hansruedi Reinle, Hans Killer

Mehr Menschen, mehr Arbeitsplätze, mehr Mobilität – das regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau OASE ist die vorläufige Antwort des Kantons auf diese Herausforderungen. Nun formiert sich auch in Untersiggenthal Widerstand gegen das Projekt. Eine überparteiliche Interessengemeinschaft, bestehend aus allen Ortsparteien der Gemeinde Untersiggenthal, setzt sich für eine OASE-Realisierung ein, die das Siggenthal nicht benachteiligt. Im Wesentlichen heisst das, dass sie mit der aktuell geplanten Lösung nicht zufrieden ist.

Untersiggenthal ist ein attraktiver Wohnort – das soll auch nach der Realisierung der OASE so bleiben. Die vorliegende Vertiefungsstudie des Kantons jedoch bedeutet für Untersiggenthal eine massive Mehrbelastung mit Schwer- und Individualverkehr, begleitet von markanten Schadstoff- und Lärmimmissionen. Bei einer Investitionssumme für die OASE von rund einer Milliarde Franken kann es nicht sein, dass mehrere dicht besiedelte Dörfer im Siggenthal als Verlierer dastehen. Auch das Siggenthal muss bei den Investitionen ausreichend berücksichtigt werden, hat es doch auch seine Steuerfranken beigesteuert.

Was in der OASE-Anhörung wohlweislich mit keinem Wort erwähnt wird: Auf deutscher Seite wird der Ausbau der Bundesautobahn 98 am Rhein vorangetrieben. Gleichzeitig ist ein zweiter Grenzübergang in Koblenz geplant. Schon die Sanierung des Grenzübergangs Waldshut-Koblenz hatte zu einer massiven Verkehrszunahme, insbesondere beim Schwerverkehr, geführt. Die Phalanx aus A98-Ausbau, neuem Grenzübergang in Koblenz und dem Martinsbergtunnel wird das Siggenthal mit Verkehr fluten.

Die angedachte Lösung der OASE, der Ausbau der Fuss- und Radwege, sowie Verkehrsmanagement, sind für dieses Verkehrsaufkommen völlig untauglich. Strassenausbau führt zu Mehrverkehr – diesen mit ein paar Ampeln, Kreiseln und Velowegen regeln zu wollen ist schlicht Augenwischerei.

Die IG OASE Untersiggenthal verlangt echte Entlastungen für das Siggenthal, sei dies mit einer Untertunnelung oder einer Umfahrung. Die Landstrasse ist keine Autobahn nach Zürich, sondern der Schulweg unserer Kinder und Enkelkinder.