OASE: Mehr Lärm für Wettingen?

Mit dem OASE-Projekt stellt der Kanton seine Ideen vor, wie er künftiges Verkehrsaufkommen behandeln will. Dabei wird er mehrheitlich und oft stark kritisiert. Nachstehende Erläuterungen sollen regionale Kritikpunkte und Optimierungen darlegen.

Zu den grossen OASE-Projekten zählen die Umnutzung der Hochbrücke in Baden (autofrei) und der Umfahrungstunnel Baden. Die Hochbrücke weist als historisch gewachsener Verkehrsweg eine zu feste Verzahnung mit anschliessenden Verkehrsadern auf. Die dreispurige Fahrbahn bietet viele Möglichkeiten und ist auch mit Limmattalbahn und motorisiertem Verkehr funktionsfähig. Der Umfahrungstunnel Baden muss seine hohen Kosten im Effizienzvergleich zur Limmattalbahn noch beweisen und an den richtigen Punkten enden. Richtung Turgi ist kein Konzept für die Entlastung des Siggentals erkennbar, Richtung Neuenhof endet das Bauwerk zu früh, mitten im Badener Stadtteil Liebefels. Von dort soll eine neue Hochbrücke den Verkehr in die Wettinger Schwimmbadstrasse weiterleiten.

Auch die neue  Brücke bedingt an deren Enden zwei Verkehrsknoten, um Anschlussmöglichkeiten zu gewährleisten. Diese wären im Limmattal hochliegende Schallquellen, welche  – wie die A1 – aufgrund der Topografie und den vorherrschenden Westwinden fast die gesamte Siedlungsebene von Wettingen mit ihrem Dauerrauschen beschallen – auch Nachts! Betroffen ist die überregional grösste Gemeinde mit über 20’000 Einwohnern!

Der optimaler Ausgang des Umfahrungstunnels liegt unter der A1 Brücke in Neuenhof: Verkehrstechnisch, weil die Anbindung an die A1 gegeben ist und keine Quartiere durchfahren werden müssen. Städtebaulich, weil weder Liebefels-Quartier noch Schwimmbadstrasse auf neue Verkehrsknoten ausgelegt sind – im Liebefels schliesst gar ein attraktives und mit ÖV erschlossenes Naherholungsgebiet an. Topographisch bietet sich die Talmulde an und wirkt der Schallausbreitung entgegen. Dem Verkehr muss kein neues Land geopfert werden, wertvolle und sensible Landschaften an der Limmat blieben erhalten. Vom Verkehr entlastet wären die Quartiere Liebefels sowie Webermühle und Klosterrüti in Neuenhof.

Mit der Verlängerung des Umfahrungstunnels unter die Autobahnausfahrt Neuenhof können sämtliche Funktionen des OASE-Projektes konzentrierter, platzsparender und einfacher realisiert werden – auch kostengünstiger weil eine neue Hochbrücke mit deren beidseitigen Verkehrsknoten entfällt. Die Einsparungen sollen in einen besseren Lärmschutz entlang der A1 investiert werden!

LebenswerteStadt bedankt sich für Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung.

LebenswerteStadt, Wettingen

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