Verkehrszukunft


Unsere Forderung: „Kein Richtplaneintrag ohne Verkehrsentlastung des Siggenthals!“

Wir haben es geschafft: Der Tunnel ist (vorerst) weg vom Tisch!

Unser aller Engagement hat sich ausgezahlt. Der Kanton sieht ein, dass man an uns nicht vorbei planen kann. Aus unserem Siggenthal kamen mehr als 1’000 Eingaben von Einzelpersonen, welche das Projekt klar ablehnten. Der Tunnel „Umfahrung des Stadtzentrums Baden“ kommt NICHT in den neuen Richtplaneintrag. Wir haben unser 1. Ziel erreicht. Wir danken allen die dazu beigetragen haben!

Hier unsere ausführliche Medienmitteilung.

Eure IG OSN
12.06.2020

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Die Forderungen der Gemeinden

Urs Burkhard: «Aus Sicht der Gemeinde Ehrendingen ist es wichtig, dass Baden und Wettin­gen nicht zulasten der Aussen­gemeinden entlastet werden. Dies war bei der geplanten Version aber genau der Fall und würde für uns massiven Mehrverkehr bedeu­ten. Diesen gilt es mit einer ver­nünftigen Planung zu verhindern.»

Bettina Lutz Güttler: «In Ober­siggenthal wollen wir keinen Schwerverkehrskorridor von Nord nach Süd mitten durchs Dorf. Die Landstrasse muss entlastet werden. Wir wollen auch einen Richtplan Landstrasse erarbeiten und möchten nicht, dass dieser über den Haufen geworfen wird.»

Marlène Koller: «Untersiggenthal war zu Beginn des Prozesses nicht involviert. Dagegen haben wir uns massiv gewehrt, denn eine Zu­nahme des Durchgangsverkehrs aus dem Unteren Aaretal hat auch für uns Auswirkungen. Zudem setzen wir derzeit unsere eigene Zentrumsentwicklung um, die ebenfalls betroffen ist.»

Robert Müller: «Freienwil hat eine starke Anbindung ans Siggenthal. Deshalb braucht es eine bessere Linienführung im Siedlungsraum Siggenthal, und es ist wichtig, dass die Hochbrücke nicht für den Verkehr gesperrt wird.»

Erste Ergebnisse aus der Anhörung (März 2020)

Die Limmattalbahn wird vom Gesamtverkehrskonzept OASE wahrscheinlich abgetrennt und vordringlich dem Grossen Rat vorgelegt werden. Dies aufgrund der Erkenntnis vom BVU, dass die Frage zur Weiterführung der Limmattalbahn ein Grundsatzentscheid ist, welcher die Verkehrsmassnahmen in der Region Baden beeinflusst. Bei den verbleibenden Strassenverkehrsmassnahmen ist das BVU am Evaluieren, das rGVK OASE aufzuteilen. Wegen der Kritik aus den Siggenthaler Gemeinden und Ehrendingen wird überlegt, den Raum Baden davon zu separieren und bei diesem Teilkonzept noch einmal über die Bücher zu gehen. (Regionaljournal, 25.03.2020)

Mit einer Trennung der Teilkonzepte Baden und Brugg und einer Überarbeitung der Planung in der Region Baden-Siggenthal wird ein Teil unserer Forderungen übernommen. Die IG OSN stellt fest, dass sich unser Protest gelohnt hat.

Das BVU zieht damit offensichtlich erste Schlüsse aus dem Anhörungsverfahren. Die Resultate dieses Verfahrens wurden aber noch nicht veröffentlicht. Wir fordern das BVU darum auf, diese Resultate nun schnell zu publizieren, so dass ersichtlich wird, weshalb es zu diesem Strategiewechsel gekommen ist.

Wir bleiben dran!

Ende der Anhörung (Jan. 2020)

OASE so nicht ist der gemeinsame Tenor am Ende der Anhörung. Das vom BVU hochgelobte Partizipationsverfahren war offensichtlich nur eine Alibiübung. Die allermeisten Gemeinden lehnen das rGVK OASE ab, komplett oder Teile des Konzeptes. Dass es sich um ein Gesamtkonzept handeln soll, sieht niemand. Im Gegenteil: Es wird bemängelt, dass wichtige Themen und erdrückende Verkehrsprobleme nicht berücksichtigt wurden. Neben der regionalen Behörden stellen auch die politischen Parteien sich dagegen, viele lokale und auch kantonale. Und die unglaubliche Anzahl an Leserbriefen, Medienmitteilungen und kritischen Presseartikeln zeigt deutlich, dass ein Grossteil der Bevölkerung sich dagegen stellt. Über 40 Beiträge sind hier zu finden, welche sich kritisch zur OASE äussern und Teile davon oder das Ganze ablehnen.

„Wir von der IG OSN danken allen, welche an der Anhörung partizipierten und dazu beitrugen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner in unserer Region sich damit auseinandergesetzt haben und so die Unzulänglichkeiten und Fehlschlüsse offensichtlich wurden.“

Und wie geht es weiter?

Die logische Konsequenz ist: Abbruch der Übung, Überarbeitung der Ziele und Neubeginn mit echter Partizipation der Gemeinden in unserer Region.

Ob das BVU nach der Auswertung der Fragebögen zu diesem Schluss kommt, erfahren Sie hier, ebenso wie es weiter geht und was wir, die IG OSN, machen werden. Abonnieren Sie unseren Newsletter um auf dem Laufenden zu bleiben.


Um was geht es

Der Kanton plant mit dem regionalen Gesamtverkehrskonzept (rGVK) OASE die Verkehrszukunft, unter anderem im Grossraum Baden. Entgegen den Versprechungen der Regierung zeigte sich aber, dass der Nutzen eigentlich nur dem Zentrum Badens zukommt, die Lasten hingegen von der Bevölkerung im Siggenthal und in weiteren Gemeinden zu tragen sind. Im Siggenthal fordern die Gemeinden, Parteien und die Bevölkerung eine Entlastung des Siggenthals vom Durchgangsverkehr. OASE muss die Verkehrssituation für alle Betroffenen verbessern. In der jetzigen Form wird sie abgelehnt.

Was stimmt nicht mit dem rGVK OASE 2040

  • Die Anliegen und Erwartungen von Obersiggenthal wurden in keiner Weise erfüllt.
  • Eine einseitige Zentrumsentlastung Baden erfüllt die Ansprüche an ein regionales Verkehrskonzept nicht. Auch die Nachbargemeinden müssen vom Verkehr entlastet werden.
  • Die skizzierten Lösungen überzeugen in keiner Weise. Das Projekt ist unfertig und ignoriert die Anliegen des Siggenthals. Die vorliegende Planung ist daher inakzeptabel und muss in wesentlichen Teilen massiv verbessert werden.
  • Das Projekt ist nicht in einem breiten Konsens mit den betroffenen Gemeinden erarbeitet worden. Die aktuellen Resultate zeigen auf, dass die Ziele des Kantons und jene der Gemeinden – insbesondere diejenigen des Siggenthals – meilenweit auseinanderliegen.
  • Das Projekt OASE ist auf keinen Fall soweit fortgeschritten, dass eine Festsetzung im Richtplan ins Auge gefasst werden kann. Eine wirksame Entlastung des Siggenthals ist eine Grundvoraussetzung dafür.

Diese Situation und die inakzeptable Informationspolitik der Baudirektion führen dazu, dass in der Bevölkerung sehr viel Unmut und Unverständnis wächst. Die Befürchtungen mehren sich, dass das Siggenthal im Rahmen eines kantonalen Strassenbauprojekts einmal mehr – wie bereits beim Bau der Siggenthaler Brücke – benachteiligt und mit Versprechen abgespiesen wird, die später nicht erfüllt werden.

 

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